SchwulWandern Braunschweig
SchwulWandern Braunschweig

Südharz, rund um Plösfeld.

Samstag, 11. April 2015

 

Pölsfeld liegt im westlichen Sachsen-Anhalt zwischen Sangerhausen und Hettstedt im Biosphärenreservat Karstlandschaft. Der Ort liegt am südöstlichen Rand des Harzes in einem Seitental der Gonna, eingerahmt von Bergen mit Wiesen und Wäldern.

 

Hier startet unsere Rundwanderung auf dem östlichen Ende des Karstwanderwegs im  Harzvorland. Im zweiten Drittel der Wanderung haben wir auf dem Höhenweg einen weiten Blick über das Auslaugungstal und die beidseits des Tales liegenden Landschaften. (ausführliche Beschreibung am Ende dieser Seite)

 

Der Ausklang findet dann im Café Siebenhüner in Pölsfeld statt.  Anschließend besteht noch die Möglichkeit zur Besichtigung der Dorfkirche mit ihrer berühmten Hildebrandt-Orgel und dem prächtigen Kanzelaltar.

Zahlen, Daten Fakten:

> Länge des Weges: 15 km

> Charakter: mittelschwer - zwei längere, z.T. steile Anstiege

 

> Abfahrt von Braunschweig um 8:30 Uhr, also eine halbe Stunde früher als sonst!!!

> Anreise mit PKW

> Treffpunkt in 03464 Pölsfeld (Ecke Oberdorf) Parkplatz gegenüber Hauptstraße 63

> Abmarsch in Pölsfeld: 10:30 Uhr

 

 

> Abfahrt von Magdeburg, Hbf.:  07:10 Uhr mit dem HEX bis Quedlinburg,

> weiter mit dem Bus über Harzgerode, Wippra, nach Obersdorf (an 10:15 Uhr), 

> von hier 15 Min. Fußweg.

 

> Rückfahrt nach Magdeburg mit der Wipperliese von Wippra nach Klostermansfeld möglich

Anm.: Die Wipperliese stellt ihren Regelzugverkehr am 12.4.15 ein. Fahrt mit dem Bus um 17:38 Uhr von Obersdorf nach Wippra. Dann mit der Bahn über Klostermansfeld nach Magdeburg (weitere Fahrtmöglichkeit ab Obersdorf 19:31 Uhr)

 

Kontakt: Martin Pfarr, Tel. 0171/3495906, martin.pfarr@lsvd.de

Informationen zum Rundwanderweg um Pölsfeld

Am Südrand des Harzes erstreckt sich als 100 km langer Streifen die Gipskarstlandschaft Südharz. Sie reicht von Osterode im Westen über Nordhausen bis Sangerhausen im Osten und liegt in den Ländern Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Die große Anzahl von Karsterscheinungen auf engstem Raum  ist einmalig in Europa. Auf den Wanderrouten erfährt man viel Interessantes über Flora, Fauna und der Geschichte der Region. Der Karstwanderweg Südharz wurde seit 1982 vom Karstmuseum Heimkehle in Uftrungen (Sachsen-Anhalt) entwickelt und eingerichtet. 1996 war der Karstwanderweg dann auch im niedersächsischen Landkreis Osterode und im thüringischen Landkreis Nordhausen fertig. Sachsen-Anhalt hat hier das Biosphärenreservat „Karstlandschaft Südharz“ ausgewiesen. 

Die kleine Gemeinde Pölsfeld ist der östliche Ausgangspunkt des Karstwanderwegs. Sie liegt in einem Auslaugungstal, das ein Seitental der Gonna ist, eingerahmt von Bergen mit Wiesen und Wäldern. Funde aus der Steinzeit beweisen, dass diese Gegend schon sehr früh besiedelt war. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im 9. Jahrhundert im sog. Zehntregister, unter dem Namen „Bullisfeld“, Feld am Wasser, denn Bullis deutet auf feuchten Boden hin. Der Name veränderte sich vielfach bis zur heutigen Schreibweise. Da nördlich von Pölsfeld das Kupferflöz ausläuft, wurde schon im Mittelalter und später um 1920 etwas Kupferbergbau in geringer Tiefe betrieben. Viele heute noch erkennbare Schachthalden im Wald künden davon. Die Kirche im Ort wird erstmalig 1535 genannt und ist bekannt durch ihre wertvolle Hildebrandtorgel. Kein geringerer als Johann Sebastian Bach begutachtete und spielt auf den Orgeln seines Freundes Hildebrandt u.a.  in Störmthal bei Leipzig und in der Wenzelskirche in Naumburg. Die Kirche von Pölsfeld liegt unweit des Dorfplatzes in südlicher Richtung. Wir können sie nach dem Kaffeetrinken im Café Siebenhüner besichtigen.

Der Dorfplatz (gegenüber des Cafés Siebenhüner) ist der Ausgangspunkt unserer Wanderung, in der wir auf zwei Schleifen des Karstwanderweges die Gegend um Pölsfeld erkunden. Wir beginnen mit der nordöstlichen Schleife. Auf dem Weg begegnen wir den vielfältigsten Zeugnissen des Kupferschieferbergbaus. Dieser Bergbau hatte ständig Berührung mit Höhlen und unterirdischen Karstwasserzuläufen. Die größte Höhle des Gebietes um Sangerhausen die Brandschächter Schlotte erstreckt sich in 60 m Tiefe unter dem Talboden des Auslaugungstales von Pölsfeld und ist heute unzugänglich.  Der Weg ist sehr abwechslungsreich. Das Wechselspiel zwischen Wald, Wiesen und Rainen ist sehr schön  und lässt die Wanderung zu einem Erlebnis werden. Mit herrlichen Ausblicken werden wir für die mehrfachen Anstiege belohnt. Schließlich gelangen wir an den Ausgangspunkt des Karstwanderwegs. Von hier beginnen wir den Abstieg durch den Wald im Kupferberger Revier und erreichen nach 7 km wieder den Ort Pölsfeld.

Kurz vor dem Ort beginnen wir mit der südwestlichen Schleife und finden her den Einstieg, dem bald darauf ein steiler Anstieg mit Geländer folgt. Der Aufstieg wird mit einem herrlichen Ausblick über den Ort und das Harzvorland belohnt. Wir wandern nun weiterauf dem Karstwanderweg, vorbei an der alten Windmühle und durch das Hainsche Tal hinab bis nach Obersdorf, einer kleinen Gemeinde im Durchbruchstal der Gonna am östlichen Zugang zum Harz. Direkt an der Straße nach Wippra in der Ortsmitte unmittelbar vor der Obersdorfer Kirche steht eine sehr große Linde an der Bushaltestelle der Linie Sangerhausen-Wippra.  An deren Fuß befindet sich eine runde Steinplatte auf einem modernen Betonsockel ruhend. Diese Steinplatte ist ein Relikt der mittelalterlichen dörflichen Rechtsprechung. Auf ihm stehend oder sitzend verkündete der Dorfschulze die Urteile, die nach vorangegangener Verhandlung gefällt werden mussten. Verhandelt wurden ausschließlich Fälle, die der niederen Gerichtsbarkeit unterstanden, wie zum Beispiel Eigentumsdelikte. Von hier sind es noch 10 Minuten zurück bis nach Pölsfeld auf der Landstraße vorbei am Sportplatz. Im Café Siebenhüner sind Plätze für uns reserviert. Nach dem Genuss von Kuchen, Eis oder kleinen Speisen wird für uns die St. Mauritius-Kirche zur Besichtigung aufgeschlossen. Die Kirche ist eine Westeinturmanlage aus dem Mittelalter, die 1725 barock umgebaut wurde. Von der Innenausstattung sind neben der Orgel des berühmten Orgelbaumeisters Zacharias Hildebrandt bemerkenswert der barocke Kanzelaltar von 1730 und zwei mittelalterliche Glocken. Bei den jüngst erfolgten Renovierungsarbeiten sind Reste des mittelalterlichen Fußbodens gefunden worden. Informationen und Fotos zur Kirche:      http://www.kirchenkreis-eisleben-soemmerda.de/lilac_cms/de/2708,,gemver,ort_details,6,22,87/Pfarrbereiche-und-Kirchengemeinden/Sangerhausen/Obersdorf/Poelsfeld.html

Auf dem Weg vom Café zur Kirche ist noch das mittelalterliche Sühnekreuz zu beachten, dass sich auf dem Dorfplatz ganz in der Nähe des Parkplatzes befindet sowie ein großes Gehöft mit schönen Fachwerkelementen, das ehemalige Forsthaus. Weitere Fotos von der Gegend um Pölsfeld, der Kirche und dem Sühnekreuz sind zu finden auf: http://www.raymond-faure.com/Karst_Suedharz/Karst_Poelsfeld_Kirche.html

 

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